Keine Überraschungen

Von den Ergebnissen her gab es in der 2.Runde der Stadtmeisterschaft keine großen Überraschungen und die DWZ-Favoriten punkteten weitestgehend durch. Aber gerade die beiden Topgesetzten haben dafür etwas „Glück“ gebraucht.

Xianliang Xu traf diesmal mit Christoph Jablonowski auf einen Gegner, der theoretisch genauso gut vorbereitet war, wie er selbst und der keinen Komplikationen aus dem Weg ging. Im Gegenteil: Schwarz provozierte geradezu ein scheinbar gefährliches Läuferscheinopfer auf f7. Aber eine klare Fortsetzung für Weiß war danach nicht zu finden. Am Ende kam es zu einem Doppelturmendspiel, in dem Schwarz mehrfach sichere Wege zum Remis liegen ließ, so daß der Porzer Bundesligaspieler doch noch zum vollen Punkt kam.

Am zweiten Brett leitete Philipp Lamby gegen Peter Voleske mit einem Bauernopfer eine Kombination ein, die allerdings ein Loch hatte. Peter verpaßte die recht einfache Widerlegung allerdings auch, wobei sich die alte Erfahrung bestätigte, daß lange Rückzüge der Dame oft schlichtweg nicht in Betracht gezogen werden. So gab es dann anstelle eines Endspiels mit Mehrbauern für Weiß ein schnelles Grundlinienmatt für Schwarz.

Viel souveräner gestalte Nicolas Vandenbergen seine Partie gegen Ingrid Voigt. In einem Franzosen entfernte die Mittelrhein-Spielleiterin ihre Springer zu weit vom Königsflügel und wurde dann eben dort von einem gewaltigen Rochadeangriff überfahren.

Ebenfalls 2 Punkte aus 2 Partien kann Borna Mohammadi-Nia aufweisen. Borna gewann ein kompliziertes und fein balanciertes Endspiel gegen Dr. Gernot Klein. Borna besaß Turm, Läufer und einen Freibauer auf der h-Linie gegen Turm und vier schwarze Freibauern, davon drei verbundene auf den Linien a,b,c. An einem Punkt ließ sein Gegner, Dr. Gernot Klein, ein Zwischenschach zu, mit dem Borna seinen Turm hinter den eigenen Freibauern bringen konnte, der auf einmal der schnellste auf dem Brett war.

Zur Spitzengruppe gesellt sich auch noch James David Whitmire, der gegen Viktor Weinkauf ein Schwerfigurenendspiel mit Minusbauern verteidigen mußte. Letztenendes überzog Viktor bei seinen Gewinnversuchen, und in einer totalen Umkehrung der Situation war auf einmal der aktive schwarze König die entscheidende Kraft auf dem Brett.

Als Partie der Woche haben wir allerdings eine andere Partie gewählt, in der eine kleine, aber für den Stellungstyp charakteristische Wendung vorkommt. Als vereinsloser Spieler ohne offizielle DWZ-Zahl ist Adrian Schilcher  sozusagen das „Dark Horse“ im Wettbewerb. Am Mittwoch bewies er jedenfalls taktische Schlagfertigkeit und gute Technik:

Am kommenden Mittwoch, 27. September, geht es mit der 3.Runde weiter.