Am Sonntag: Abstiegsfinale!

Das Homburger Liga-Orakel hatte uns schon abgeschrieben und vor dem Spieltag mit 97-prozentiger Wahrscheinlichkeit zum Absteiger erklärt - aber an diesem Sonntag gibt es ein noch mal ein richtiges Finalspiel gegen den Abstieg.

Die Ausgangslage war ungünstig, da wir mit zwei Mannschaftspunkten und den deutlich schlechteren Brettpunkten hinter Hamburg auf einem Abstiegsplatz standen. Als Ausrichter der letzten Doppelrunde dieser Saison mussten wir also am Samstag einen Mannschaftspunkt mehr holen als Hamburg, um dann im direkten Vergleich um den Klassenerhalt kämpfen zu können.

Dieser Teil des "Plans" gelang, wenn auch äußerst knapp. Unser Reisepartner, die SG Porz, leistete Schützenhilfe und trotzte den Hamburgern ein 4:4 ab. Zwischenzeitlich hatte Porz sogar 3,5:1,5 geführt, aber die restlichen drei Bretter waren alle für Hamburg gewinnträchtig und tatsächlich stand es zur Zeitkontrolle wieder unentschieden. Christian Braun, der auch mal eine Saison für den ASV gespielt hatte, verteidigte eine wohl verlorene Stellung mit 2 Türmen gegen Turm, Springer und zwei weit vorgerückte, verbundene Freibauern. Seine Gegnerin ließ sich dann aber davon verlocken, die Qualität auf Kosten eines der beiden Mehrbauern zurückzugewinnen. Das entstehende Turmendspiel war dann trotz des verbliebenen Mehrbauern, wie so oft, nur remis.

Währenddessen waren wir 4:3 in Führung gegangen: Thai und Felix hatten ihre Partien gewonnen, während Thomas seine schon lange schlecht stehende Partie aufgeben und und damit auch seine Hoffnungen auf eine GM-Norm beerdigen musste. Am Ende lief nur noch die Partie von Christian an Brett 1 und während der Computer behauptet, dass die Stellung immer ganz easy "0.0" gewesen sei, waren sich die Kiebitze nicht immer so sicher.

Mittlerweile eine seltenes Bild: Christian Seel an Brett 1 unserer Mannschaft im Match gegen Doppelbauer Kiel.

Durch den 4,5:3,5-Sieg wurde der Abstand auf Hamburg auf einen Mannschaftspunkt reduziert. Ein Sieg würde also den Klassenerhalt bedeuten. Natürlich ist Hamburg immer noch in der Vorhand, ihnen würde ein 4:4 reichen. Das Liga-Orakel sieht die Chancen für einen Aachener Erfolg bei 21,5 Prozent, also quasi halbe-halbe.

Das Abstiegsfinale beginnt am heutigen Sonntag um 10 Uhr. Spielort ist die Nadelfabrik, Reichsweg 30, in Aachen-Rothe Erde. Die Ergebnisse findet man im Ergebnisdienst des Deutschen Schachbunds.