Durchwachsener Saisonstart in Görlitz
Auch unsere erste Mannschaft ist nun in die Saison gestartet. Leider kann ich hier nicht von einem erfolgreichen Saisonstart schreiben, denn gegen Dreden am Samstag haben wir 3:5 verloren und gegen Görlitz am Sonntag setzte es gar eine 2:6 Niederlage.
Aber fangen wir den Bericht nochmal von vorne an: Auswärtswochenende in Görlitz bedeutete für alle erstmal eine Anreise am Freitag über 750km (von Aachen), was in der Praxis etwa 10-13h Bahnreise bedeutete, dadurch verlängert, dass kurz vor Görlitz aufgrund von Bauarbeiten auch noch auf Schienenersatzverkehr auszuweichen war.
Eine Reise von der westlichsten bis zur östlichsten Stadt Deutschlands eben.
Nun gut, am Ende schafft die ganze Mannschaft ihre Anreise am Freitag: sehr gut.
Samstag um 14 Uhr waren wir dann alle einigermaßen fit am Brett. Der Spielsaal war - vergleichbar mit dem Rest der Stadt - ziemlich ansprechend:
Um etwas Vergleichbares hinzubekommen, müssten wir wohl nochmal unser Altes Kurhaus anmieten, in dem wir vor einigen Jahren (ich meine in der Saison 1995/96) mal unsere Heimspiele ausgetragen haben.
Ohne weitere historische Nachforschungen zu betreiben, lässt sich jedenfalls sagen, dass es sich bei diesem Wochenende wohl um die längste Anreise zu einem Mannschaftskampf des Aachener Schachvereins in den letzten 170 Jahren handelt. (Interne Anmerkung: Der Autor dieser Zeilen ist am Montagnachmittag nach dem Mannschaftskampf immer noch auf der Rückreise.)
So, nun wenden wir uns dem schachlichen Geschehen zu: Mit dem USV Dresden erwartete uns der diesjährige Favorit der Klasse auf den Wiederaufstieg. Mit einem Eloschnitt von 2490 hatte es jeder von uns mit einem deutlich stärkeren Gegner zu tun. Relativ schnell gelang Gabor mit den weißen Steinen ein Remis, während sich an den anderen Brettern ziemlich dynamische Aktivitäten abspielten.
Thai hatte sich z.B. den Katalanischen Opferbauern mit schwarz genehmigt und der Gegner hatte auch ein schönes Zentrum dafür, aber richtige Kompensation war nicht zu sehen.
Miklos hatte dem Weissen einen hässlichen Doppelbauern verpasst und sich mit seiner Dame auf weiteren Bauernraub spezialisiert.
Das sah ziemlich unklar aus. Oscars Gegner hatte zur Verteidigung seines Königs, seine Figuren ziemlich passiv gestellt ( Sg6 und Sf8 ).
Am Brett des Autors hatte sich nach ungestümer Entwicklung ein leichter Positionsvorteil eingestellt.
Allein bei Marcel sah unsere Stellung etwas gefährdet aus.
Kurz vor der Zeitkontrolle musste Miklos Gegner dann aufgeben und Felix, Thomas und David einigten sich mit den Gegnern auf remis, also ein 3:2 Zwischenstand für uns nach etwa 4h Spielzeit.
Leider sahen die verbleibenden Stellungen nicht gut aus: Oscar hatte einen Springer weniger, dafür aber (noch) einen Freibauern, Marcel kämpfte mit einer Qualität weniger und Thai hatte eine Figur weniger, dafür aber zwei Bauern und etwas Aktivität bei offenem gegnerischen König.
Am Ende hätte Thai in der 30Sek-Phase in der folgenden Stellung noch den vollen Punkt einsacken können, aber das wäre auch etwas sehr glücklich gewesen:
Ein Tipp: Das Lösungsfeld ist nur teilweise auf diesem Screenshot sichtbar.
Thai nahm aber auf c4 den Bauern und ging dann nach Dh3 selbst recht schnell matt.
Ergebnis 5:3 für Dresden.
In Anbetracht der Stärke des Gegners kein so schlechtes Resultat für uns.
Für den Sonntag gegen Görlitz hatten wir uns dann schon etwas vorgenommen. Allerdings war klar, dass diese nominell in etwa ebenbürtige Mannschaft nicht zu unterschätzen ist, denn sie hatten Samstag die SG Porz überraschend mit 6:2 geschlagen.
Relativ schnell waren die Partien an den ersten beiden Brettern beendet. Na gut, remis gegen leicht stärkere Gegnerschaft, ok.
Thai und der Autor kamen noch leidlich vernünftig aus der Eröffnung, bei Marcel sah es schon etwas verdächtig aus, mit einer langen Rochade in einen recht löchrigen Bereich, aber ambitioniert gespielt.
David und Oscar standen beide meiner Einschätzung nach mit schwarz etwas schwierig, während bei Felix alles in etwa ausgeglichen war.
Thai und ich gingen dann wohl etwas zu sorglos zu Werke und bei Marcel näherten sich die Schwerfiguren dem schwarzen König… Tatsächlich war in dem Kampf dann nicht mehr viel drin. David hielt sein schwieriges Turmendspiel remis, auch das Bauernendspiel bei Felix gab nichts mehr her, so dass der Endstand 2:6 lautete.
Zum nächsten Spiel gegen Porz am 14.11 um 14 Uhr in der Nadelfabrik wäre eine Leistungsteigerung hilfreich, wenn wir uns nicht dauerhaft im Tabellenkeller aufhalten wollen.
Alle Ergebnisse und die Tabelle findet man wie immer im Ergebnisdienst des Deutschen Schachbundes:
https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=2bln
Um etwas Vergleichbares hinzubekommen, müssten wir wohl nochmal unser Altes Kurhaus anmieten, in dem wir vor einigen Jahren (ich meine in der Saison 1995/96) mal unsere Heimspiele ausgetragen haben.
Ohne weitere historische Nachforschungen zu betreiben, lässt sich jedenfalls sagen, dass es sich bei diesem Wochenende wohl um die längste Anreise zu einem Mannschaftskampf des Aachener Schachvereins in den letzten 170 Jahren handelt. (Interne Anmerkung: Der Autor dieser Zeilen ist am Montagnachmittag nach dem Mannschaftskampf immer noch auf der Rückreise.)
So, nun wenden wir uns dem schachlichen Geschehen zu: Mit dem USV Dresden erwartete uns der diesjährige Favorit der Klasse auf den Wiederaufstieg. Mit einem Eloschnitt von 2490 hatte es jeder von uns mit einem deutlich stärkeren Gegner zu tun. Relativ schnell gelang Gabor mit den weißen Steinen ein Remis, während sich an den anderen Brettern ziemlich dynamische Aktivitäten abspielten.
Thai hatte sich z.B. den Katalanischen Opferbauern mit schwarz genehmigt und der Gegner hatte auch ein schönes Zentrum dafür, aber richtige Kompensation war nicht zu sehen.
Miklos hatte dem Weissen einen hässlichen Doppelbauern verpasst und sich mit seiner Dame auf weiteren Bauernraub spezialisiert.
Das sah ziemlich unklar aus. Oscars Gegner hatte zur Verteidigung seines Königs, seine Figuren ziemlich passiv gestellt ( Sg6 und Sf8 ).
Am Brett des Autors hatte sich nach ungestümer Entwicklung ein leichter Positionsvorteil eingestellt.
Allein bei Marcel sah unsere Stellung etwas gefährdet aus.
Kurz vor der Zeitkontrolle musste Miklos Gegner dann aufgeben und Felix, Thomas und David einigten sich mit den Gegnern auf remis, also ein 3:2 Zwischenstand für uns nach etwa 4h Spielzeit.
Leider sahen die verbleibenden Stellungen nicht gut aus: Oscar hatte einen Springer weniger, dafür aber (noch) einen Freibauern, Marcel kämpfte mit einer Qualität weniger und Thai hatte eine Figur weniger, dafür aber zwei Bauern und etwas Aktivität bei offenem gegnerischen König.
Am Ende hätte Thai in der 30Sek-Phase in der folgenden Stellung noch den vollen Punkt einsacken können, aber das wäre auch etwas sehr glücklich gewesen:
Ein Tipp: Das Lösungsfeld ist nur teilweise auf diesem Screenshot sichtbar.
Thai nahm aber auf c4 den Bauern und ging dann nach Dh3 selbst recht schnell matt.
Ergebnis 5:3 für Dresden.
In Anbetracht der Stärke des Gegners kein so schlechtes Resultat für uns.
Für den Sonntag gegen Görlitz hatten wir uns dann schon etwas vorgenommen. Allerdings war klar, dass diese nominell in etwa ebenbürtige Mannschaft nicht zu unterschätzen ist, denn sie hatten Samstag die SG Porz überraschend mit 6:2 geschlagen.
Relativ schnell waren die Partien an den ersten beiden Brettern beendet. Na gut, remis gegen leicht stärkere Gegnerschaft, ok.
Thai und der Autor kamen noch leidlich vernünftig aus der Eröffnung, bei Marcel sah es schon etwas verdächtig aus, mit einer langen Rochade in einen recht löchrigen Bereich, aber ambitioniert gespielt.
David und Oscar standen beide meiner Einschätzung nach mit schwarz etwas schwierig, während bei Felix alles in etwa ausgeglichen war.
Thai und ich gingen dann wohl etwas zu sorglos zu Werke und bei Marcel näherten sich die Schwerfiguren dem schwarzen König… Tatsächlich war in dem Kampf dann nicht mehr viel drin. David hielt sein schwieriges Turmendspiel remis, auch das Bauernendspiel bei Felix gab nichts mehr her, so dass der Endstand 2:6 lautete.
Zum nächsten Spiel gegen Porz am 14.11 um 14 Uhr in der Nadelfabrik wäre eine Leistungsteigerung hilfreich, wenn wir uns nicht dauerhaft im Tabellenkeller aufhalten wollen.
Alle Ergebnisse und die Tabelle findet man wie immer im Ergebnisdienst des Deutschen Schachbundes:
https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=2bln