ASV II gewinnt im Lokalderby gegen Aufwärts III

Am Sonntag konnte unsere Zweite im Derby bei DJK Aufwärts III wichtige Punkte holen. Kurzfristig erklärte sich Rudolf noch bereit, uns zu verstärken, obwohl er am Abend noch ein Konzert dirigieren musste. So traten wir als leichter Underdog, aber nicht chancenlos im frisch renovierten Spiellokal von Aufwärts an.

Zwar musste DJK auf die Internationalen Meister Matthias Roeder und Christian Braun verzichten, aber mit IM Stephane Hautot und IM Diego Del Rey aus Spanien boten sie starken Ersatz auf.

Norbert wurde von Hautot an Brett 1 schon im ersten Zug überrascht und beschloss dann seinerseits, eine Nebenvariante zu wählen. Das war beiden nicht geheuer und so entstand eine Igel-Stellung, in der Norbert mit Weiß zwar mehr Raum, aber Schwarz die Hebel hatte. Schwarz konnte einen Durchbruch durchsetzen und so verflachte das Spiel zum frühen Remis. 0,5-0,5

Rudolf hatte an Brett 2 mit Holländisch eröffnet und strebte gegen Del Rey nach aktivem Spiel. Sein Gegner lehnte standhaft seine interessanten Bauernopfer ab und so wurde ein Turm-Läufer gegen Turm-Springer Endspiel erreicht, in dem Rudolf zwar einen Bauern mehr hatte, aber sein Gegner den aktiven Läufer. In unklarer Lage einigten sich die Kontrahenden auf Unentschieden. 1-1

Ralf hatte es an Brett 7 mit der besten Schachspielerin Belgiens, Hanne Goossens zu tun. Ralf wählte gegen die Taimanov-Variante einen Fianchetto-Aufbau. Gossens startete unverzüglich einen Angriff mit dem Randbauern. In die Verteidigung gedrängt übersah Ralf eine Kombination, bei der er die Qualität verlor. Ralf kämpfte aufopferungsvoll weiter, konnte aber gegen die technisch sauber agierende Gegnerin die Niederlage nicht mehr abwenden. 1-2

Philipp hatte mit Weiß an Brett 3 gegen die französische Mac-Cutcheon Variante das Eröffnungsduell klar für sich entschieden. Er kam mit Mehrbauer und getauschten Damen aus der Eröffnung. Anschließend kreiste er den gegnerischen Zentralspringer auf e4 ein. Sein Gegner fand nur eine Rettung für den Springer, indem er einen weiteren Bauern spuckte. Damit war die Stellung klar gewonnen und Philipp brachte sie souverän nach Hause. 2-2

Frank spielte mit Weiß an Brett 5 gegen Claus Andok. Es entstand eine Benoni-Stellung, bei der Schwarz zwei Springer für das Feld d4 hatte. So konnte Frank nach der Eröffnung leichten Vorteil reklamieren. Aber in beiderseitiger Zeitnot ließ er einen scharfen Opferangriff zu. Frank war das nicht geheuer und bot frech Remis an, da klar war, dass Schwarz Remis forcieren konnte. Claus musste nun in hochkomplizierter Stellung und mit geringer Bedenkzeit entscheiden, ob er opfert. Er nahm lieber aber das Remis an. Bei der anschließenden Analyse fanden die beiden erst nach mehr als einer Stunde heraus, dass Claus mit einem doppelten Turmopfer Vorteil erreichen konnte. 2,5-2,5

Sven hatte an Brett 4 mit Schwarz gegen Max Hoffmann, der in dieser Saison in der Regionalliga bisher alle Partien gewonnen hatte, einen Bauern gewonnen. Aber sein Gegner machte Druck mit dem Läuferpaar. Sven neutralisierte langsam aber sicher die Initiative und wickelte ins Endspiel ab. Dort gewann er noch einen Bauern und bald darauf auch die Partie. Eine tolle Leistung, die uns auf die Siegerstraße brachte. 3,5-2,5

Mario hatte an Brett 6 als Schwarzer mit dem klassischen Holländer eröffnet und nach der Eröffnung keine Probleme. Er stand bereits etwas angenehmer als sich das Spiel zusehends verwickelte. Es entstand ein Endspiel, in dem die weißen Figuren aktiver standen. Dafür hatte Mario die entferntere Bauern-Majorität. Es stellte sich heraus, dass seine Majorität wichtiger war, als die aktiven Figuren. Aber der Vorteil war nicht groß genug, um die Partie zu gewinnen. Als klar war, dass uns ein Unentschieden zum Mannschaftssieg reichte, reduzierte Mario das Risiko und sicherte den halben Punkt. 4-3

Dr. Peter Voleske kam als Schwarzer etwas schlechter aus der Eröffnung, denn sein Gegner Tim Hoffmann erreichte eine Stellung mit Läuferpaar gegen Läufer und Springer. Peter stellte sich aber solide auf, konnte die Stellung blockieren und tauschte geschickt den guten generischen Läufer. So erreichte er eine vorteilhafte Stellung mit Blockadespringer gegen schlechten Läufer. Da wir mit einem Remis gewinnen würden, spielte er nicht mit Risiko auf Gewinn, sondern sicherte souverän das Unentschieden. 4,5-3,5

Damit haben wir eine sehr starke Mannschaft in der Regionalliga geschlagen und kursieren nun im Mittelfeld. Im nächsten Spiel, am 08.Januar empfangen wir zu Hause die Mannschaft aus Dormagen.